Branchenmix

Branchenmix

Mit dem Branchenmix wird auf die Vielfalt der Einzelhandelsgeschäfte in einem Zentrum (z.B. Innenstadt, Stadtteilzentrum) oder in einem Shopping-Center abgestellt. Die Vielfalt wird dabei zunächst daran festgestellt, aus welchen Branchen Waren angeboten werden. Ergänzend könnte auch die Vielfalt der vertretenen Betriebsformen heran gezogen werden (z.B. Fachgeschäfte, Discounter, Kaufhäuser), die die einzelnen Warenbereiche anbieten.

Da umsatzfördernde Synergieeffekte (Agglomerationseffekte) gewünscht werden, werden Angebotsstrukturen mit einem optimalen Branchenmix gesucht. Hierbei spielen die Vorteile eines One-Stop-Shopping (z.B. nur einmal parken, kurze Wege), Vergleichs- und Auswahlmöglichkeiten und gegebenenfalls das Anregungs-/Aktivierungspotential eine Rolle. Universell gültige Regeln, wann ein Branchenmix am besten Synergien fördert, existieren aufgrund der Heterogenität der nachfrageseitigen Rahmenbedingungen für den Einzelhandel nicht. Aber: Der Branchenmix sowie die zugehörigen Magnetbetriebe zählen zu den wichtigen Bestimmungsfaktoren der wahrgenommenen Attraktivität einer Geschäftslage durch die Konsumenten.

Quelle

Definitionen zur Einzelhandelsanalyse © gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V., 01. Februar 2014, HypZert e.V (2009): Bewertung von Einzelhandelsimmobilien, Berlin, S. 10, Besemer, S. K. (2009): Shopping-Center der Zukunft – Planungs- und Gestaltungsaspekte. In: Falk, B., Bays/ W. R. (Hrsg.) (2009); Shopping-Center-Handbuch- Development – Management -Marketing. Starnberg: Institut für Gewerbeimmobilien, S. 1062f. .